Tarifvertrag wach- und sicherheitsgewerbe hamburg 2018

Die Digitalisierung stellt viele der Konstanten der Arbeitswelt in Frage. Inwieweit hat sich die digitale Transformation bereits auf die deutschen Arbeitsplätze ausgewirkt? Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat im Januar 2018 eine 60-seitige Studie zu diesem Thema veröffentlicht, die sich mit der Frage beschäftigt, wie sozialer Fortschritt auch durch technische Innovationen erreicht werden kann. Welche Arbeits- und Gesetzesreformen sollten nun umgesetzt werden? Die Autoren heben unter anderem folgende spezifische Aspekte hervor: digitale Arbeitsplätze, digitale Verfügbarkeit, digitale Arbeitszeit und digitale Arbeitssicherheit sowie Mitbestimmung im digitalen Arbeitsumfeld. Im Juni 2017 gab es den ersten Streik in der Geschichte des VolkswagenWerks in Bratislava (Foto), der größten und modernsten Autofabrik des Landes. 8.000 der insgesamt 12.300 Mitarbeiter nahmen daran teil. Nach einem sechstägigen Streik gelang ihnen eine Lohnerhöhung von 14 % und ein Produktionsarbeiter verdient nun durchschnittlich 2.000 €. Zuvor hatte es Uneinigkeit über die Gewerkschaftsstrategie gegeben, die dann im September 2016 zu einer Spaltung führte. Die lokale Gewerkschaft mit 78 % Mitgliedschaft trennte sich von der nationalen Metallarbeiter-Föderation OZ KOVO. Selbst das Eingreifen der IG Metall konnte dies nicht verhindern.

Wettbewerbsdruck entlang der Lieferkette ist für die IG Metall-Gewerkschaft seit langem ein Thema. Die langfristige Sicherung der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie in Deutschland könne nur gewährleistet werden, wenn die Arbeitsbedingungen und Löhne an ausländischen Standorten verbessert würden. Zu diesem Zweck betreibt sie seit 2016 ein gemeinsames Projektbüro mit der ungarischen Metallarbeitergewerkschaft VASAS in Györ, und 2017 wurde ein zweites Büro in Kecskemét hinzugefügt. Erste Erfolge wurden mit der Lohnerhöhung von 10% bei den Automobilzulieferern Autoliv und Schaeffler erzielt. Im Januar 2018 streikten die Mitarbeiter im Modellwerk von Bosch in Hatvan im Norden des Landes für eine Lohnerhöhung von 19 Prozent. Am 19. Januar 2018 unterzeichnete die zentrale Geschäftsführung von Stora Enso in Genf ein internationales Rahmenabkommen (IFA) mit drei Gewerkschaftsverbänden weltweit. Sie garantiert die Achtung der Menschenrechte, der grundlegenden Gewerkschaftsrechte und der Vereinigungsfreiheit und zielt darauf ab, alle Formen der Diskriminierung zu bekämpfen und den Gesundheitsschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern. Diese Grundsätze gelten auch für die Lieferanten von Stora Enso.

Die Unterzeichner treffen sich alle zwei Jahre, um die Einhaltung auch in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Betriebsrat zu überwachen. Durch Streitigkeiten über die Auslegung des Abkommens, das 25.000 Mitarbeiter in 35 Ländern umfasst, benennen beide Seiten einen Vermittler. BdGW berichtete, dass es ein Unternehmen gibt, das sich mit Bargeld im Transit befasst, das kein Mitglied des Vereins ist. Dieses Unternehmen ist daher auch nicht in die Tarifverhandlungen des BDGW einbezogen. Die Jahrestagung der EBR-Akademie über aktuelle Entwicklungen im Bereich Der EBR und SEs fand am 29. und 30. Januar 2018 zum zehnten Mal in Hamburg statt. Diesmal lag der Schwerpunkt auf Reformen in Frankreich, wo das Tarifsystem und die Betriebsratsstrukturen derzeit komplett verändert werden. Die Studienergebnisse der Stellungnahme des Managements zum EBR wurden ebenfalls vorgestellt. Am 14. Februar 2018 trafen sich Gewerkschaftsvertreter von Alstom und Siemens Mobility aus neun Ländern in Brüssel.